HERZTÖNE & LUNGENGERÄUSCHE

SLARAFFENLAND + AKRON/FAMILY / pow wow rave mountain

was soll das, äh? hab ich mich vermalt? nein. es ist zum beispiel eindeutig ein tischchen zu erkennen. und synthesizernde finger auch und eine ein langer körper mit schnurrbärtchen, der sich hernüber beucht.

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Slaraffenland - Polaroids

Slaraffenland – Open Your Eyes

Slaraffenland – Meet And Greet

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the one and only: Akron/Family - Ed Is A Portal

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DESOLATION WILDERNESS + ANGELO SPENCER / am strand

und zwar studiern am strand. nic zwart ist doch der typ vom pool. hast du ihn erst als drittes kennengelernt? wo kommen die beats her, wenn er ohne sex einen hemdknopf öffnet. hat er dir auch sein skateboard gezeigt? seinen atlas? seine brause? seine gitarre? mit DESOLATION WILDERNESS kann man immer aufwachsen.

“do you know france? it’s where i come from but i avoid it. there’s this short guy, he’s dating a model and he’s in charge. and i just wanna take chainsaw and cut his head right off and put it right up his ass and point at him and yell ‘there you go motherfucker’. nevermind.” das hat ANGELO SPENCER gesagt am pool, deshalb bist du auch weitergezogen zu nicolas. der andere mit der wilden brille und den wilden beinen, der war dir einfach ein bisschen zu … . da war dir einfach der drummer zu wild. oder was? da hast du doch was nicht verstanden.

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Desolation Wilderness - Boardwalk Theme

Desolation Wilderness - No Tomorrow

Angelo Spencer Et La Orchidee D’hawai - My Music Is My Sweat

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k records

YELLOW OSTRICH / der elefantenreiter

eine unbedingte und allzeitige empfehlung möchte ich hier aussprechen für YELLOW OSTRICH, das solovehikel von alex schaaf, nicht zuletzt frontmann von THE CHAIRS, und seine wunderbare ep CAROUSELS, erschienen im mai diesen jahres und nur digital und kostenlos zu haben, siehe unten. auch wenn das diesertage kaum thema sein kann. wenn jemand irgendwann mal was suchen sollte, was ihn beseelt durch den sommer bringt, hier ist es. die lieder sind allesamt große juwelen mal verzweifelter einfachheit, mal lässiger tiefe. die instrumentierung ist von jeder folkigen schönheit, die ihr euch wünschen könnt, stilsichere bedroom-superhits, nicht mal die gelayerte mehrstimmigkeit kommt überkandidelt, all mein hüpfen hier auf den einzelteilen läuft völlig fehl, denn alles ist so ausgefuchst zusammengeschmiedet für den einen zweck, dir das herz im sekundentakt zu brechen zu flicken zu brechen flicken. mal sehn, was am ende bleibt.

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Yellow Ostrich - Carousels

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NO AGE + ANIMAL HOSPITAL / des nihilisten solarium

nachdem letzte woche die NO AGE warnungen auf BROOKLYN VEGAN für den großraum new york kein ende nahmen, haben sich mir angesichts meiner konzertvorhaben schon die hände gerieben. in der überzeugung, dass man der der n.y.er hipnesssonne diesertage wohl nicht näher kommt als auf -eben- einem konzert von NO AGE (mein vergnügen: 2009/10/22 / west germany, berlin, supportet von ANIMAL HOSPITAL). wie folgt:

wo ist die tür. illusion anfang. twiggy-verschnitt reicht samara-lubelski-verschnitt feuerzeug. letztere gibt dylan-verschnitt feuer. die zigarette ist vom annie-vincent-verschnitt geschnorrt. da ist die tür. vier a vier blätter mit einem entfallenen zitat. irgendwas mit inhalt und form und. babylonisches sprachgewirr im treppenhaus. fetzen skizzen kalte wände. west deutschland zehn ost bier zwei euro. augenhohe balustrade. an kottis stratosphäre wie an einer bar stehen.

schöner bart. kabelsalat. klassische symbolik bis hin zum glitzeradler auf der gitarre. große bretter mit knöpfen. lieder aus liedanfängen. raus aus der faden masse instrumentaler loopmusik mit humor und konsequenz und weitstirnigkeit. so eklektisch kann ambient sein ihr keyboardtheoretiker. baaaaaaaaaaang. in der zusammenstellung mal wieder (zuletzt erlebt bei CONCERN und CASIOTONE F.T.P.A. im festsaal nächste tür) wohldurchdachte dramaturgie aus vor- und nachkapelle. erst die wissenschaft die konzentration kunstness auf den ersten. dann die party das herz das verschwimmen kunstness auf den zweiten blick. applaus applaus für kevin micka.

langsam die warmen sachen loswerden. die einheizer kommen. so hab ich mir das immer vorgestellt in meiner gar nichts vergangenheit. gar nichts phase. garage. tote gummipuppen. verstärkertürme. yell vocals. gakgakgakgak. und das c&aigste mädchen aus dem publikum muss auf die bühne den frontman halten die crowd analog fotografieren. es wird nie punk und es wird nie pop. es wird viele schwarze löcher aus lauter wellness. wohlüberlegt exzessiv in der ablehnung exzessiver gefühle. geile nullnummern. schwitzende nichtspredigt. NO AGE. jederzeit wider. und wieder. nur ein leises fiepen im anrollenden winter. illusion ende.

BOWERBIRDS / gehören geliebt

tut mir leid, liebes berliner THE XX publikum, du hast einen hohen preis bezahlt, darin bestehend, das konzert der BOWERBIRDS (mein vergnügen: 2009/10/13 / café zapata / berlin) verpasst zu haben. da bin ich mal ganz rücksichtslos. ich kenne die bowerbirds erst seit ich vor ca. 2 monaten einer über monate missachteten last.fm-empfehlung schlließlich nachgab und mit HYMNS FOR A DARK HORSE ins werk von phil moore und beth tacular eingestiegen, pardon, sowas von versunken bin. ich werde mich zu dem album jetzt nicht weiter äußern. es gehört gehört und geliebt und ganz nach oben. zack.

bezüglich UPPER AIR habe ich mich im direkten vergleich mit dem vorgänger ein bisschen schwerer getan, das entspricht, soweit ich weiß, auch dem gängigen tenor. keiner der tracks ist auf den ersten schlag so mächtig wie DARK HORSE oder IN OUR TALONS, was vermutlich den schlichten grund hat, dass die songs vertrackter, der sound insgesamt breiter und mehrschichtiger, das schlagzeug vielteiliger und die gitarre mehr tirando als apoyando daherkommt. der in puncto affektsteuerung ungeduldige begibt sich dann gern in den schoß des debüts zurück.

diese albumflucht hat sich auch bei mir bis zum erwähnten konzert gehalten. und dann haben drei schöne menschen anderthalb stunden glück im schafspelz perfekt gestylter melancholie in mich hineingepumpt. es war der vierte auftritt für yan westerlund, einen jazzdrummer, aus dem familiären umfeld von MEGAFAUN rekrutiert, nach moores aussage ‘the best musician that’s ever been in the bowerbirds’ und tatsächlich fügen sich die drums perfekt, als wüsste westerlund genau, worum es geht, genau, es gehe nämlich um weiche knie. und phil moore sowieso. und ich so zu ihm all die akkordfolgen und muster und phrasen die jetzt cool sind und die leute ums herz tragen die hattest du schon letztes jahr. und er so haha well. achtet mal drauf, wie er den mund öffnet so asymmetrisch. da applaudiert auch der feuerspeiende drache. und ich bin froh, dass ich noch so eine selbsgenähtes DANGER AT SEA exemplar abbekommen habe. die erste veröffentlichung der laubenvögel mit demoversionen von vier songs, die sich auch auf HYMNS finden, in dieser hinsicht also was für liebhaber. und für alle anderen hänge ich die frühen exklusivitäten frecherweise hier mit an. weitere empfehlung: der unten zuhinterst verlinkte blog der crew, besonders jetzt im tourzustand besonders aktiv. das einzige berlinzeugnis auf selbigem ist dann auch die vorlage zu meinem bildbeitrag. suchen! und auch sonst: jede verflucht jede kleinste möglichkeit ergreifen die BOWERBIRDS live zu sehen, die cds sind nur pflicht.

tschiep tschiep! euer wald.

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Bowerbirds - Knives, Snakes And Mesquite

Bowerbirds - La Denigracion

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SERGIU CELIBIDACHE / aus dem kopf

herrschaft und herrschaftsfähigkeit, die sich aus charisma und physiogmonie rekrutiert, ist nicht allein thema der kulturwissenschaftlichen untersuchung des zustandekommens von diktaturen, sondern gilt in vielen fällen auch für die scheinbar unergründlichen wegungen der nahrungskette im musikkontext, hier im klassischen. ich werde wohl nie in prag auf der brücke sitzen mit der lizenz zu weichen bäckchenschatten.

PTARMIGAN / prähistorische zärtlichkeit

es hat alles nichts genützt. fleißiges konzertiern. großzügiges verschenken. platzierung auf den renommiertesten halblegalen blogs. das debütalbum OUR ANCIENT FRIENDS, out there seit april diesen jahres, der missourier band PTARMIGAN ist immer noch kein hit. zumindest bis zu mir hats es damals geschafft, auf abgejagten, von riesenpalmfarnen überstrickten pfaden. und rauf und runter hab ich es dann gehört und mich schon gefreut auf eine fulminante europatour, ohne zu ahnen, dass evan walton, peter marting und ted carstensen nicht mehr als local heroes und selbstvertreiber sind, nicht mal wirkliche webdarlings. reviews oder jubelnde verweise gibt es kaum. die schwärmerischen shouts auf last.fm stammen fast zur gänze von dankbaren usern irgendeines privaten trackers. ‘It’s interesting that this free album is better than the last ten I paid for.’ genau.

ich bin schon allein deswegen überzeugt, weil es lange her ist, dass ich mich leicht mit einem derartigen rockgitarrensound anfreunden konnte. das geheimnis heißt powerfolk. melodien und akkordfolgen sind allesamt von einer sanften rafinesse, die vocals elegant und dabei sonderbar, das drumming kreativ und all das hebt eben die songs so geschmackssicher aus dem gewohnten kontext der ja herkömmlichen instrumentierung heraus. dramaturgisch sind die songs in sich und über die ganze albumspanne angenehm unkonventionell. ich bin ganz wohlig verzweifelt. das sind bands, für die man zu bloggen anfängt. außerdem ist diese naturwissenschaftliche nomenklatur irgendwie schick. pleistozän. guten morgen holozän. hilfe hilfe, ein thylacin! das konnte ich im kindergaren unter der einfluss der gängigen fachzeitschriften auch alles herbeten. und alles prähistorische hat ohnehin immer seine eigene magie mitüberliefert. es ist konzeptuell cool, den seidenfadenen beziehungspalim des pop in szenerie und vokabular abgestorbener welten und zeitalter zu betten, flora und fauna, wo keiner weiß, welche farben das alles wirklich gehabt hat.

die ersten 9  der insgesamt 11 tracks sind allesamt und hundertprozentig hits. da beißt der velociraptor keinen faden ab. dann schwingt das album abrupt und für die letzten beiden nummern in eine rollende sentimentalität, wie der morgen danach. zack. bitte wiederholen sie den vorgang. sobald wie in unserem beispiel die unterbrechungen nicht eindeutig auszumachen sind und ein ganzes album - kunststück - wie ein einziger song funktioniert, ist man auch vor jeder singlehüpferei gefeit. ich müsste also, um die gehuldigte methode irgendwie anschaulich machen zu können eigentlich alle oder keinen song posten. aber nein. sind ja alles hits. EARDRUMS BURST ist mir der liebste, feige im grunde, weil der nun gerade keine rockgitarren hat, aber naja, asche, hier wird nach urzeitlicher mammutgänsehaut bewertet. und ein durchdachtes ANIMAL COLLECTIVE cover.

ich erkläre mich hiermit zu PTARMIGANS langem arm in deutschland. bis das alle hören. bis das alle zumindest mal gehört haben.

viel glück jungs! urlaubsgrüße aus einem jurassischen paradies! euer wald.

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Ptarmigan - Eardrums Burst

Ptarmigan - My Girls (Animal Collective Cover) live

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WOODEN PEAK / jazzfolk unter wasser

in anschluss an hellraiserten möchte ich den kontext mal baltischen musikraum nennen. die sommer sind ungenügend und die winter mild, da kann der musiker besser denken. und so findet sich auch bei WOODEN PEAK aus rostock eine art marine lässigkeit und präzision, aber nicht auf kosten von emotionalität und tiefe. wie war das bei polite sleeper: ‘remember to practice the tougher scales’. jonas wolter und sebastian bode sind jeweils profis an ihren instrumenten, und aus der wechselwirkung von jazzy fingerübungen und kompromisslosem songwriting, wolters nur aus mitten bestehendem, unaufgeregtem rezitativ, ergibt sich eine schockierende originalität. ganz ehrlich, ich höre SHARK SONG zum ersten mal und ich denke amerika, zuhause ist es doch am schönsten. ein rätsel. zwei riesen im sund. ‘…sugar and sweets is what i like best…’. bleib auf dem teppich, fleischfresser. ein hoch auf den baltischen musikraum (ich bin gespannt, wie sich diese theorie entwickelt, blubb).

morgen, am 19.10. erscheint FROG, das debütalbum von WOODEN PEAK, für dessen pressung die band gerade feierlich hungert. gefeiert wird mit einer release show im rostocker momo, zu beziehen ist die cd per email an die band, 1145 cent billig, ein preis, dem man die briefmarke ansieht. wenn das nicht indie ist. ich freue mich sehr auf meine erste livebegegnung mit dem duo (fuck yeah, duo!).

frohes tauchen! euer wald.

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Wooden Peak - Shark Song

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_______________DATES

2009/10/19 - momo - rostock

2009/10/23 - kunterbunt - schwerin

2009/10/24 - unrat - kiel

2009/10/28 - soupanova - berlin

2009/10/29 - exil - chemnitz

2009/10/30 - gelegenheiten w/ TOUCHY MOB - berlin

2009/11/19 - kastan w/ JINDRA HOLUBEC - prag, cz

2009/11/20 - galerie eigenheim . weimar

2009/11/21 - ilvers w/ SCHWEDISCHE IMPRESSIONEN - erfurt

2009/12/04 - mobile blues club - hamburg

2009/12/05 - pony bar - hamburg

2009/12/06 - kurzschluss - bremen

2010/02/11 - schlucke - marburg

2010/02/13 - art.gerecht - berlin

2010/02/14 - galerie kub - leipzig

HELLRAISERTEN / komfortabler zorn

horrormeilenstein in dänischer deklination - und so gibt sich auch die musik von jacob hoeegh und jonas djernes aus kopenhagen in schüchterner abgründigkeit, brachialen liebeserklärungen, kaikantenweisheit, naturlyrik, antiheldentum insgesamt.

das ‘…i’m ok because you are…’ ist wohl die wehmütige disco-beichte des luftschnappens vor mensch und geräusch, das gilt auch für pärchen. ‘Hg Mg’ erinnert an die schweppesgesichtigen songs von MONTA. mit denen sich bataillone alter jugendlicher über alle matschigen felder dänemarks führen ließen. für jedes körperteil gibt es eine tonspur, die es bewegt. der bogen zur namenspatenschaft wird in ‘staight to hell’ geschlagen, stolpernd schon im beginn und stotternd in den snares, erzählt er von aller instabilität, die keine ruckartigen bewegungen erlaubt. die schrottigen streicher sind das perfekte kommentar zu allen zerrbildern vom pathos der apokalypse. und mal abgesehen von der präzision der stilmittel ist der song zum heulen großartig. weiterer liebling: ‘comfort and rage’, den HELLRAISERTEN von den dänischen szenegenossen CODY covern, das original aber mal locker abhängen in puncto intensität und schönheit des arrangements.

live (mein vergnügen: 2009/10/04 / a month of sundays @ nbi / berlin, supportet von LUDWIG aus berlin, der leider eine band dabei hatte. nächstes mal!) funktioniert das ganze übrigens super, wobei hoeegh als junge an der gitarre fungiert und djernes für die nette ‘hölle’ drumrum und unterdurch sorgt. ich liebe diese duo-setups immer mehr. kraftvoller kann man mit 1 finger 1 keyboard nicht spielen. die songs scheinen nicht alle so stark wie die genannten juwelen, ich hatte allerdings bisher nicht die gelegenheit bzw. die penunsen, das parallel zur kleinen deutschlandtour erschienene, selbstbetitelte album (FRONTALL/QUARTERMAIN RECORDS) anzuhören. update, wenns geschieht.

meine empfehlung, sich HELLRAISERTEN sowohl live als auch in tonträgerform zu gemüte zu führn, ist jedenfalls ausdrücklich.

hell yeah! euer wald.

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Hellraiserten - Straight To Hell

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_______________DATES

2009/10/23 - loppen - kopenhagen

2009/10/30 - recession - aarhus