CARIBOU / swim

durchatmen.
anlauf.
sprung.
um die ohren und den kopf, es zieht, es rauscht. ODESSA - sog in daniel snaiths neuveroeffentlichung SWIM, wummert mit seiner bassline direkt los. sprudelt in die gehoergaenge und verstopft diese aufs tollste. vocalsound gelegentlich erlend øye lastig, was aber kein vorwurf sein muss. macht er doch vor wie man gleich 2 musiksparten süperb abdecken kann. ohne gross luft holen zu koennen rutscht man direkt in das naechste highlight. SUN ist einer dieser titel, die auf anhieb funktionieren und mit nur einem wort die gesamte bandbreit fuellen. irgendwie abgehoben, fast schon spacy, aber nah an den toenen, die sich um odessa geschert haben. imposunt!
tiefseeklaenge durch FOUND OUT interpretiert, in schellen und percussions die treiben und treiben. ein wallender klangloom. und spaetestens hier wird klar, hr snaith faehrt nun nach dem goldmedalliengewinner ANDORRA zurueck nach manitoba.
textfragmente und skizzenhafte geschichten verpackt in hypnotische elektrosphaeren ist die neue erzaehlweise des multi-instrumentalisten, der sich zur unterstuetzung u.a. junior boy jeremy greenspan an board winkte. was wohl grund dafuer sein darf, weshalb die gesamte platte wie aus einem wunderbarwarmen guss wirkt.
die gipfelpositionen nehmen BOWLS und LEAVE HOUSE ein. nummer eins jagt mit engelsglocken, ist ungestuem und gewaltig. wie eine jagd auf ein fliehendes ren. das nicht stolpert, sondern anmutig triumphiert und im dickicht entkommt. nummer zwei, ohne etwaige animal collcetive (sic!) titel-anlehnungen, in seiner danceig dahergefloeteten weise der wohl groesste trumph auf swim. das folgende im klaren schatten dieser beiden; LALIBELA haette nach meinem geschmack auch noch sechsfach solang sein duerfen.
das schlusslicht, das diesmal ein fraeulein namens JAMELIA sein darf, pitcht dann durch seine vocals noch einmal kraeftig nach oben. und so wird man zum ende hin nocheinmal richtig durch den soundstrudel gezerrt, bis zum letzten schlag.

erstklassiger brueckenschlag ueber die gewaesser im kosmos von daniel snaith, der beweist, wie durch einen weiteren wandel eine neue konstante entsteht.
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text: robert
bild: wald



